Nach Jahren des Rückgangs hat der Fleischverzehr in Deutschland 2024 erstmals wieder leicht zugenommen. ProVeg spricht von einem „Zwischenplateau“ und fordert einen ambitionierten Zukunftsplan Ernährung. Der Trend zu pflanzlichen Alternativen bleibt dennoch ungebrochen.
Der Fleischverbrauch in Deutschland ist im vergangenen Jahr leicht angestiegen – auf durchschnittlich 53,2 Kilogramm pro Kopf. Das geht aus aktuellen Daten des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft hervor. Trotz dieses Anstiegs liegt der Konsum laut ProVeg weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Organisation mahnt, dass die Politik jetzt nicht in den Stillstand verfallen dürfe. Bereits im Vorfeld der diesjährigen Bundestagswahl hatte ProVeg ein verbindliches Konzept für eine zukunftsfähige Ernährungspolitik eingefordert.
Geflügel legt zu – pflanzliche Alternativen bleiben auf Wachstumskurs
Besonders Geflügel kam 2024 häufiger auf die Teller – obwohl die Vogelgrippe weiterhin für Unsicherheit sorgt. Der Konsum von Schweinefleisch ging dagegen erneut leicht zurück. ProVeg verweist auf Dänemark als Vorbild: Dort zeigt eine nationale Strategie, wie sich mit geringem Mitteleinsatz eine pflanzenbasierte Ernährungspolitik etablieren lässt. Auch in Deutschland ist der Markt in Bewegung: Die Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen wächst stetig, ihre Produktion hat sich seit 2019 mehr als verdoppelt. Laut Studien könnten landwirtschaftliche Betriebe von dieser Entwicklung langfristig profitieren – mit höheren Erträgen und stabileren Einkommensperspektiven.