Die wirtschaftliche Lage im Gastgewerbe bleibt angespannt. 2024 sank der reale Umsatz bereits das fünfte Jahr in Folge. Besonders betroffen ist die Gastronomie, die unter hohen Kosten und der gestiegenen Mehrwertsteuer leidet. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) fordert von der Politik dringend Maßnahmen zur Entlastung der Branche.
Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen eine ernüchternde Entwicklung: Der reale Umsatz im Gastgewerbe sank 2024 um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders in der Gastronomie fiel das Minus mit 3,8 Prozent überdurchschnittlich hoch aus. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Speisen seit Januar 2024 habe die Situation weiter verschärft, so DEHOGA-Präsident Guido Zöllick. Im Beherbergungsgewerbe fiel der Umsatz zwar weniger stark, dennoch kämpft die Hotellerie mit gestiegenen Kosten und bürokratischen Hürden.
DEHOGA fordert steuerliche Entlastung und Bürokratieabbau
Der DEHOGA sieht dringenden Handlungsbedarf und fordert eine dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen auf 7 Prozent sowie flexiblere Arbeitszeitregelungen. Zudem müsse die Bürokratie deutlich reduziert werden, um den Betrieben das wirtschaftliche Überleben zu erleichtern. „Das Gastgewerbe ist systemrelevant – wir brauchen endlich politische Lösungen, die den Unternehmen eine Zukunftsperspektive bieten“, betont Zöllick. Der DEHOGA-Wahlcheck 2025 zeigt auf, wie sich die Parteien zu den zentralen Herausforderungen der Branche positionieren.